Auf dem Holzweg? Eine kritische Bemerkung zu den theoretischen Ansätzen von F. Fischbach und A. Honneth

1. Einleitung

In der zeitgenössischen Sozialphilosophie und Kritischen Theorie hat die Suche nach adäquaten begrifflichen Werkzeugen zur Analyse der Pathologien spätmoderner kapitalistischer Gesellschaften zu einer bemerkenswerten Renaissance geführt. Zwei herausragende Denker, die diesen Diskurs maßgeblich prägen, sind Axel Honneth und Franck Fischbach. Honneth, als führender Vertreter der Frankfurter Schule in der dritten Generation, hat mit seiner Theorie des „Kampfes um Anerkennung“ ein wirkmächtiges Paradigma etabliert, das soziale Konflikte primär als Auseinandersetzungen um verweigerte intersubjektive Wertschätzung deutet [1]. Franck Fischbach hingegen versucht, durch eine originelle Re-Lektüre von Karl Marx, die er mit Einsichten aus dem Deutschen Idealismus und Spinoza verbindet, die Kritik der Arbeit für das 21. Jahrhundert neu zu beleben [2].

Obwohl beide Ansätze wertvolle Impulse für die Gesellschaftskritik liefern und die Debatte um Gerechtigkeit, Entfremdung und Subjektivität bereichern, soll in diesem Essay die These verfolgt werden, dass sie sich in fundamentaler Hinsicht auf einem „Holzweg“ befinden. Es wird argumentiert, dass sowohl Honneths Anerkennungstheorie als auch Fischbachs spezifische Marx-Interpretation dazu tendieren, die materialistischen Grundlagen kapitalistischer Herrschaft und Ausbeutung zu marginalisieren oder zu idealistisch zu überformen. Indem sie die Analyse von systemischen, ökonomischen Widersprüchen einer an normativen oder subjektphilosophischen Kategorien orientierten Kritik unterordnen, laufen sie Gefahr, die politische Sprengkraft der Gesellschaftskritik zu entschärfen und in einer reformistischen Logik gefangen zu bleiben, die die strukturellen Ursachen der kritisierten Pathologien unangetastet lässt.

Dieser Essay wird diese These in drei Schritten entfalten. Zunächst wird Axel Honneths Anerkennungsparadigma einer kritischen Prüfung unterzogen und dessen Tendenz zur Verdrängung ökonomischer Ausbeutung aufgezeigt. Anschließend wird Franck Fischbachs Marx-Lektüre analysiert und argumentiert, dass seine Rückbindung an den Idealismus den materialistischen Kern der Marx’schen Theorie verwässert. Abschließend werden die beiden Ansätze synthetisierend kritisiert, um den gemeinsamen „Holzweg“ aufzuzeigen und ein Plädoyer für einen erneuerten, aber nicht-dogmatischen Materialismus zu formulieren.

2. Axel Honneths Paradigma der Anerkennung: Eine moralische Sackgasse?

Axel Honneths Theorie des Kampfes um Anerkennung stellt zweifellos einen der einflussreichsten Beiträge zur Kritischen Theorie der letzten Jahrzehnte dar. Ausgehend von den Frühschriften Hegels entwickelt Honneth ein Modell, wonach die menschliche Identitätsbildung und ein „gelungenes Leben“ von der Erfahrung intersubjektiver Anerkennung in drei Sphären abhängen: Liebe (in Primärbeziehungen), Recht (als Achtung der rechtlichen Autonomie) und Solidarität (als soziale Wertschätzung von Fähigkeiten und Lebensweisen) [3]. Soziale Konflikte werden demnach als Reaktionen auf die Verletzung dieser Anerkennungsansprüche, also als Erfahrungen von Missachtung, interpretiert.

2.1 Die Verdrängung des Materiellen

Das zentrale Problem von Honneths Ansatz liegt in seiner Tendenz, die materialistische Analyse von Ausbeutung und Klassenherrschaft durch eine moralphilosophische Kritik der Missachtung zu ersetzen. Während Honneth argumentiert, dass seine Theorie die ökonomische Sphäre durch die Kategorie der „sozialen Wertschätzung“ (Solidarität) integrieren kann, gerät die spezifische Logik kapitalistischer Ausbeutung aus dem Blick. Das Problem erscheint nicht mehr primär als die strukturelle Enteignung des von den Arbeitenden geschaffenen Mehrwerts, sondern als ein Mangel an Wertschätzung für ihre geleistete Arbeit. Diese Perspektivverschiebung hat weitreichende Konsequenzen. Sie transformiert einen fundamentalen ökonomischen Antagonismus in ein Problem der distributiven Gerechtigkeit von Ansehen und Prestige. Soziale Kämpfe werden damit primär als Kämpfe um symbolische Repräsentation und kulturelle Aufwertung gedeutet, während die Frage nach dem Eigentum an den Produktionsmitteln in den Hintergrund rückt.

Kritiker haben wiederholt darauf hingewiesen, dass diese Fokussierung auf Anerkennung als eine Art „überfrachteter und abgestumpfter Sammelbegriff“ fungieren kann, der den spezifischen Herausforderungen der Gegenwart nicht mehr gerecht wird [4]. Die Erfahrung von Missachtung ist oft ein Symptom und eine Folge materieller Ungleichheit und Machtlosigkeit, nicht deren Ursache. Ein prekär beschäftigter Lieferdienstfahrer leidet nicht nur unter mangelnder Wertschätzung, sondern fundamental unter einem ausbeuterischen Arbeitsverhältnis, das seine Existenz bedroht. Honneths Theorie kann zwar exzellent beschreiben, warum diese Ausbeutung als entwürdigend empfunden wird, sie vernachlässigt aber die Analyse der systemischen Zwänge, die dieses Arbeitsverhältnis überhaupt erst hervorbringen. Die soziologischen Wurzeln und Defizite der Theorie, die Honneth selbst bei seinen Vorgängern kritisierte, manifestieren sich hier in einer neuen Form [5].

2.2 Die Grenzen der normativen Fundierung

Ein weiteres Problem ergibt sich aus der starken normativen Aufladung des Anerkennungsbegriffs. Honneths Theorie basiert auf der Prämisse, dass in den sozialen Beziehungen implizite normative Erwartungen an reziproke Anerkennung verankert sind. Diese normative Grundlage für eine kritische Theorie ist zwar zunächst plausibel, birgt aber die Gefahr einer Idealisierung sozialer Verhältnisse [6]. Die Theorie hat Schwierigkeiten, Phänomene systematischer, moralisch problematischer Missachtung zu erklären, die nicht einfach als Abweichung von einer unterstellten normativen Ordnung verstanden werden können, sondern als konstitutiver Bestandteil von Herrschaftsstrukturen fungieren [7]. Machtverhältnisse können Anerkennung gezielt instrumentalisieren oder verweigern, um soziale Hierarchien zu stabilisieren.

Indem die Kritik an die verletzten moralischen Gefühle der Subjekte gekoppelt wird, droht sie zudem ihre objektive, strukturelle Dimension zu verlieren. Honneth selbst scheint diese Problematik anzuerkennen, wenn er einräumt, dass die Frage nach dem normativen Hintergrund von Kämpfen von deren praktischen Auswirkungen in der Sozialkritik getrennt betrachtet werden kann [8]. Dies deutet auf eine inhärente Spannung innerhalb der Theorie hin. Wenn der Fokus zu stark auf die intersubjektive Validierung von Identitätsansprüchen gelegt wird, könnten Kämpfe, die auf eine radikale Transformation der Produktionsverhältnisse zielen, aber keine unmittelbar „anerkennungsfähige“ Sprache sprechen, aus dem Raster der kritischen Analyse fallen. Die Theorie läuft Gefahr, vor allem jene sozialen Bewegungen zu privilegieren, die sich im Rahmen liberal-demokratischer Institutionen um Inklusion und rechtliche Gleichstellung bemühen, während systemoppositionelle Praxen marginalisiert werden.

3. Franck Fischbachs Marx-Lektüre: Eine Rückkehr zum Idealismus?

Franck Fischbach positioniert sich explizit in der Tradition der Marx’schen Kritik, versucht diese jedoch durch eine unkonventionelle Lektüre zu erneuern. Er liest Marx als Fortführer des Deutschen Idealismus und interpretiert dessen Werk als eine Philosophie der Subjektivität und des Lebens, die sich gegen die dogmatischen Verengungen des orthodoxen Marxismus wendet [9]. Zentral für Fischbach ist die These, dass Marx im Laufe seiner Entwicklung einen Paradigmenwechsel von der „Produktion“ zur „Arbeit“ vollzogen habe, was ihn zu einem „Antiproduktivisten“ mache [10].

3.1 Die Re-Interpretation von Arbeit und Entfremdung

Fischbachs Analyse konzentriert sich auf die verheerenden Auswirkungen der kapitalistischen Arbeitsorganisation auf das Subjekt. Er beschreibt die Reduktion des Menschen auf reine Arbeitskraft als eine Form der „absoluten Armut der Subjektivität“ [11]. Arbeit wird bei ihm nicht nur als ökonomische Kategorie, sondern als existenzieller und ontologischer Prozess der Subjektivierung verstanden. In Anschluss an seine kritische Auseinandersetzung mit der Marx’schen Werttheorie analysiert er, wie die „abstrakte Arbeit“ – die Gleichgültigkeit gegenüber jeder konkreten Tätigkeit – zur dominierenden Form wird und damit die Dualität von konkreter und abstrakter Arbeit aufhebt [12]. Fischbachs Interesse gilt der Frage, wie durch Arbeit Kollektive gebildet werden und wie diese Prozesse demokratisiert werden könnten [13]. Arbeit ist für ihn ein wesentlicher Bestandteil der Theoriebildung selbst [14].

Diese Perspektive ist zweifellos innovativ und ermöglicht es, die psychischen und sozialen Dimensionen der Entfremdung neu in den Blick zu nehmen. Sie verbindet die kritische Theorie der Subjektivierung mit der materialistischen Tradition und fragt nach den Bedingungen, unter denen Arbeit nicht mehr entfremdend, sondern ein Ausdruck von „joint labor“ [15], also gemeinschaftlicher Tätigkeit, sein kann.

3.2 Die Verwässerung des Materialismus

Der Preis für diese Neuausrichtung ist jedoch hoch: Es ist eine schleichende Re-Idealisierung der Marx’schen Theorie. Indem Fischbach Marx so stark in die Traditionslinie von Fichte und Hegel stellt, riskiert er, den entscheidenden materialistischen Bruch zu nivellieren, den Marx vollzogen hat. Für Marx ist es nicht das Bewusstsein oder die Subjektivität, die das Sein bestimmen, sondern das gesellschaftliche Sein, das das Bewusstsein bestimmt. Die materiellen Produktionsverhältnisse sind die Basis, auf der sich der juristische, politische und ideologische Überbau erhebt.

Fischbachs Fokus auf „Subjektivität“ und „Leben“ verschiebt diese Akzente. Die Kritik der politischen Ökonomie, das Herzstück von Marx’ Werk, droht zu einem Spezialfall einer allgemeineren Philosophie der Entfremdung und Subjektkonstitution zu werden. Obwohl Fischbach sich explizit mit Konzepten wie der Arbeitswerttheorie auseinandersetzt [16], scheint sein primäres Interesse nicht der Analyse der objektiven Gesetze der Kapitalakkumulation, sondern den subjektiven und intersubjektiven Auswirkungen dieser Prozesse zu gelten. Die Gefahr besteht darin, dass die Kritik der Arbeit von ihrer Verankerung in der Kritik der Kapitalverwertung gelöst wird. Das Problem ist dann nicht mehr in erster Linie der strukturelle Zwang zur Produktion von Mehrwert, sondern die Tatsache, dass die Arbeit die Subjektivität „verarmen“ lässt. Damit nähert sich Fischbach, wenn auch aus einer anderen Richtung, der Problematik Honneths an: Die objektive Strukturkritik wird einer subjektzentrierten Phänomenologie der Verletzung nachgeordnet.

4. Synthese der Kritik und alternative Perspektiven

Vergleicht man die theoretischen Projekte von Honneth und Fischbach, so wird ein gemeinsamer „Holzweg“ sichtbar, trotz aller Unterschiede im Detail. Beide Denker tragen zu einer Verschiebung des Gravitationszentrums der Kritischen Theorie bei: weg von der Analyse ökonomischer Ausbeutung und Klassenwidersprüche, hin zu einer Kritik von Verletzungen der subjektiven oder intersubjektiven Integrität.

4.1 Der gemeinsame Holzweg: Von der Ausbeutung zur Verletzung

Bei Honneth wird die grundlegende Pathologie des Kapitalismus als ein Defizit an Anerkennung konzeptualisiert. Bei Fischbach manifestiert sie sich als eine Deformation der Subjektivität durch die moderne Arbeitsorganisation. In beiden Fällen wird die Kategorie der Ausbeutung – die unbezahlte Aneignung fremder Arbeit – durch die Kategorie der Verletzung oder Kränkung überlagert. Dies hat tiefgreifende politische Implikationen. Eine Kritik, die auf der Erfahrung von Verletzung basiert, zielt tendenziell auf Heilung, Inklusion und die Wiederherstellung von Respekt. Eine Kritik, die auf der Analyse von Ausbeutung basiert, zielt auf die Abschaffung der strukturellen Verhältnisse, die diese Ausbeutung ermöglichen.

Diese Tendenz ist symptomatisch für einen breiteren Trend in der postmarxistischen Linken, der materielle Konflikte in kulturelle oder moralische Fragen übersetzt. Feministinnen und Theoretiker der kritischen Rassentheorie haben zwar zu Recht auf die Grenzen einer orthodox-marxistischen Reduktion auf Klassenfragen hingewiesen, doch Honneths und Fischbachs Ansätze drohen, das Kind mit dem Bade auszuschütten [17]. Sie laufen Gefahr, die grundlegende Einsicht von Marx zu verlieren, dass die spezifische Art und Weise, wie eine Gesellschaft ihren materiellen Reichtum produziert und verteilt, die Grundlage für ihre sozialen, politischen und kulturellen Institutionen bildet.

4.2 Plädoyer für einen erneuerten Materialismus

Ein Ausweg aus diesem Dilemma liegt nicht in einer dogmatischen Rückkehr zu einem ökonomistischen Marxismus, sondern in einem erneuerten Materialismus, der die Einsichten von Honneth und Fischbach dialektisch aufhebt. Ein solcher Ansatz würde darauf bestehen, dass Phänomene wie Missachtung und subjektive Verarmung nicht als primäre Ursachen, sondern als notwendige Erscheinungsformen und stabilisierende Mechanismen der kapitalistischen Produktionsweise analysiert werden müssen.

Missachtung und rassistische oder sexistische Diskriminierung sind nicht einfach nur kulturelle Probleme, sondern funktionale Bestandteile eines Systems, das auf der Spaltung der Lohnabhängigen und der Abwertung bestimmter Arbeitsformen beruht, um die Akkumulation zu maximieren. Die „Armut der Subjektivität“ in der Arbeit ist kein rein existentielles Problem, sondern das direkte Resultat eines Produktionsprozesses, der auf die Maximierung von abstraktem Wert ausgerichtet ist und dem die konkreten Bedürfnisse und Fähigkeiten der Produzenten gleichgültig sein müssen.

Eine erneuerte materialistische Kritik würde daher Kämpfe um Anerkennung und um eine demokratische Gestaltung der Arbeit ernst nehmen, sie aber stets in Beziehung setzen zur übergeordneten Logik des Kapitals. Sie würde fragen, inwiefern diese Kämpfe das Potenzial haben, die grundlegenden Machtverhältnisse in Frage zu stellen, oder ob sie lediglich zu einer humaneren Verwaltung des Status quo führen.

5. Schlussfolgerung

Axel Honneth und Franck Fischbach haben die Kritische Theorie mit ihren Arbeiten unbestreitbar bereichert. Honneth hat die moralische Dimension sozialer Konflikte ins Zentrum gerückt, während Fischbach die Kritik der Arbeit mit einer tiefgründigen Reflexion über Subjektivität verbunden hat. Dennoch führt ihr eingeschlagener Weg in eine theoretische und politische Sackgasse. Indem sie die materialistische Analyse der ökonomischen Strukturen des Kapitalismus einer normativen, moralphilosophischen oder subjektphilosophischen Kritik unterordnen, verlieren sie die Wurzeln der sozialen Pathologien aus den Augen, die sie zu Recht kritisieren.

Der „Holzweg“ besteht darin, die Symptome – verletzte Gefühle, mangelnde Wertschätzung, entfremdete Subjektivität – mit der Krankheit selbst – dem auf Ausbeutung und unendlicher Akkumulation basierenden Profitsystem – zu verwechseln. Eine Kritische Theorie, die ihrem Namen gerecht werden will, muss heute mehr denn je in der Lage sein, die Verbindungslinien zwischen der alltäglichen Erfahrung von Leid und den abstrakten, aber brutalen Gesetzen der kapitalistischen Ökonomie aufzuzeigen. Die Aufgabe besteht nicht darin, die Analyse von Ausbeutung durch die Analyse von Anerkennung zu ersetzen, sondern zu zeigen, wie erstere die Bedingungen für letztere schafft und deformiert. Nur so kann Gesellschaftskritik über eine bloße Symptombekämpfung hinausgehen und wieder eine wahrhaft transformative Perspektive eröffnen.

References

[1] Examining Honneth’s positive theory of recognition. Critical Horizons. https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/14409917.2019.1644810

[2] NORMATIVITY IN CRITIQUE: HOW THE THEORY OF SUBJECTIVATION ADVANCES THE THEORY OF RECOGNITION. Topos. http://journals.ehu.lt/index.php/topos/article/view/1474

[3] Disrespect: The normative foundations of critical theory. books.google.com. https://books.google.com/books?hl=en&lr=&id=su_cBAAAQBAJ&oi=fnd&pg=PT6&dq=Axel+Honneth+recognition+theory+criticism,+Honneth+struggle+for+recognition+problems,+Critical+Theory+Honneth&ots=trjAciDRmI&sig=UhQWfrs0pmsuRR59gMhfO6aMQK4

[4] Rethinking misrecognition and struggles for recognition: Critical theory beyond Honneth. academia.edu. https://www.academia.edu/download/91006828/TOC_and_Introduction.pdf

[5] The sociological roots and deficits of Axel Honneth’s theory of recognition. The Palgrave Handbook of Critical Theory. https://link.springer.com/chapter/10.1057/978-1-137-55801-5_27

[6] Axel Honneth and critical theory. https://www.torrossa.com/gs/resourceProxy?an=5018746&publisher=FZ7200#page=599

[7] Axel Honneth and the critical theory of recognition. Springer. https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/978-3-319-91980-5.pdf

[8] Recognition or disagreement: a critical encounter on the politics of freedom, equality, and identity. degruyterbrill.com. https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.7312/honn17716-006/html

[9] Marx in Modern French Philosophy. https://books.google.com/books?hl=en&lr=&id=Ps0OEQAAQBAJ&oi=fnd&pg=PA455&dq=Franck+Fischbach+theory+of+labor&ots=BYtXZu3PJp&sig=RmE-z65ueE8CZPw3YxB5G7PNPvQ

[10] De la production au travail: à propos d’un changement de paradigme, ou comment Marx est devenu antiproductiviste. Cahiers Société. https://www.erudit.org/en/journals/cs/2020-n2-cs05860/1075559ar/abstract/

[11] Marx with Spinoza: Production, Alienation, History: by Franck Fischbach, translated by Jason Read (Edinburgh: Edinburgh University Press, 2023). Taylor & Francis. https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/08935696.2024.2400018

[12] The aesthetics of non-objectivity. From the worker’s two bodies to cultural revolution. Studi di estetica. http://journals.mimesisedizioni.it/index.php/studi-di-estetica/article/view/631

[13] Democratic work: Radical democracy and the future of labour. books.google.com. https://books.google.com/books?hl=en&lr=&id=-uG9EAAAQBAJ&oi=fnd&pg=PR5&dq=Franck+Fischbach+theory+of+labor&ots=iH5g95CMeR&sig=EkKs95p1i5urtcCHn7-Np4cNWx0

[14] Marx’s political intervention: A party labor. La Pensée. https://shs.cairn.info/journal-la-pensee-2022-1-page-67

[15] Self and Other. Ethics and Mathematics Education: The Good. https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-031-58683-5_3

[16] Elements for an Immanent Critique of the Political Economy of Modern Space. Convergencia. https://www.scielo.org.mx/scielo.php?pid=S1405-14352022000100007&script=sci_arttext&tlng=en

[17] Axel honneth. books.google.com. https://books.google.com/books?hl=en&lr=&id=DwacCAAAQBAJ&oi=fnd&pg=PR3&dq=Axel+Honneth+recognition+theory+criticism,+Honneth+struggle+for+recognition+problems,+Critical+Theory+Honneth&ots=ZZZy8L6CV2&sig=PpnH_NhK7WA-6e0-UbOR97QYeKY

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